Die Geschichte des SV Dallgow 47

 

Ein erster Überblick
(1947 bis 2002)

(wird über alle Abteilungen fortgesetzt)

Unser Sportverein der SV Dallgow 47 e.V. wurde als SG Dallgow 47 im September 1947 gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten u.a. die Sportfreunde Bothe, Umanski, Blasiewski. Helfer der ersten Stunden waren u.a Richard Kellmann, Dieter Pohl, Siegfried Herrmann, die Brüder Thiele, der erste ausgebildete Übungsleiter war 1950 der Sportfreund Weck.

Die Umbenennung in "SV Dallgow 47 e.V." erfolgte im Jahr 1989.

Während der gesamten Zeit waren wir ein Sportverein, der keinen Trägerbetrieb hatte, der Verein war also auf die Mitgliedsbeiträge, Spenden und den zu DDR Zeiten gesetzlich vorgeschriebenen minimalen Stützungen von Betrieben angewiesen, aber vor allem auf die Eigeninitiative der Mitglieder. Mit der Entwicklung des Vereins sind im Zeitraum bis 1961 aus der Sicht der Leitung Namen verbunden wie u.a. Bothe, Albrecht, Kuhn, Förstermann, Kneifel, W. Kulus.

Seit 1961 leitete der Sportfreund Ernst Adler die Geschicke des Sportvereins, mit tatkräftiger Unterstützung u.a. der Sportfreunde Waltraut und Wolfgang Müller sowie Michael Werner. Doch nicht der Fußball war bei der Vereinsgründung die ausschlaggebende Sportart, vielmehr dominierten Handball, Tischtennis, Leichtathletik, Faustball und Schach.

1952 wurde die Sektion Fußball gebildet, die schnell einen deutlichen Aufschwung brachte (s.u.).

Das Wohl und Wehe der einzelnen Sportarten war aber im Wesentlichen stets von zwei Faktoren abhängig: von verfügbaren Sportstätten und den Initiativen einzelner Sportfreunde, denn im Selbstlauf geht nichts. Daran hat sich auch heute nichts geändert

Von den genannten Sportarten konnten sich nur der Fußball und in wiederholten Zeitabschnitten des Tischtennis im Sportverein etablieren.

Zwischen 1970 und 1977 bereicherte ein Zug von Spielleuten (Fanfarenzug) um den Lehrer Karl Meier und die Sportfreunde Starke und Smolarek die Aktivitäten des Vereins.

In den gegenwärtig im Verein vertretenen Sportarten wird bereits kontinuierlich über einen bereits langen Zeitraum aktiv Sport betrieben:

Seit 1973 existiert die Abteilung Bogensport, die ihre Sportstätte im Wesentlichen aus eigener Initiative geschaffen hat (u.a. verbunden mit den Sportfreunden Henry Kahlau, Bernard Adamski, Jürgen Neese, Lothar Besener, Ernst Adler).

Initiatoren beim Volleyball (ab 1978) waren die Sportfreunde Dieter Reusch, Axel Schöneich, Herwig und Klaus Michels, während die Gymnastikbereiche seit 1977 (Gymnastik mit Siegrun Rudolph und Frau Reichardt, später Perra Haase) bzw. 1986 (Popgymnastik unter der ausgebildeten Übungsleiterin Ursula Schlegel und Frau Werner) aktiv sind.

 

Mitglieder des SV Dallgow e.V.

Die Mitgliederentwicklung des Vereins widerspiegelt deutlich die Bewegungen in unserem Sportverein, die mit den Veränderungen in unserem Ort verbunden sind. Einer kontinuierlichen positiven Entwicklung in den 70er Jahren folgte eine deutliche Stagnation. Nach dem radikalen Einschnitt in der Wendezeit ist eine deutliche Mitgliedersteigerung zu verzeichnen, wobei die entscheidende Ursache für die deutliche Instabilität in den letzten Jahren die Möglichkeiten des Spielbetriebs im Kinder und Jugendsport ist.

Mit Sportstätten sind wir im Ort nie reich besattelt gewesen. Die Situation hat sich aber deutlich verbessert, erst recht wenn noch der geplante neue Sportplatz gebaut wird.

Sportplatz an der Bahnbrücke ab 1952

Kleiner Saal im Volkshaus bis Ende der 70er Jahre

Bogensportanlage mit Volleyballplatz ab 1975

Sporthalle der Grundschule ab 1983

Sporthalle Weißdomallee ab 2000



Kulturelle Höhepunkte

Wer erinnert sich von den nicht mehr ganz jungen Mitgliedern (und den gewesenen) nicht an die Weihnachtsfeiern des Sportvereins die stets in eigener Regie und lange Zeit als eine 3 Tage Feier galten, vom Kartoffelschälen am Freitag bei Gesang und der entsprechenden Ölung, der Saalschmückung und der Feier selbst und die Aufräumarbeiten am Sonntag.

Die Kinderweihnachtsfeiern waren ein Höhepunkt im Jahr, an denen speziell in den siebziger Jahren bis zu über 100 Kinder teilnahmen.

Der Lumpenball hatte in der SG Dallgow 47 lange Tradition und ist in den letzten Jahren auf Initiative der größten Abteilung (Fußball) wiederbelebt worden. Deshalb hier ein Dank an die Abteilung Fußball um den Sportfreund Uwe Romanczyk und auch den Laiendarstellern um die Sportfreundin Petra Schulz, die diese Veranstaltung zunächst noch aus eigener Kraft zu einem kulturellen Höhepunkt im Vereinsleben werden ließen.

 

50 Jahre Fußball in Dallgow

Die Möglichkeit Fußball zu spielen bedingt auch einen entsprechenden Platz, denn nur auf des Gegners Platz zu spielen war und ist auf die Dauer nicht erstrebenswert. Aber so begann es zunächst mit den ersten Freundschaftsspielen. In Eigeninitiative wurde der Sportplatz in der Charlottenstraße an der Bahnbrücke 1951 bis 1952 gebaut.

Am 31.8.1952 wurde er mit den Spielen von 4 mittlerweile gebildeten Mannschaften gegen die Vertretungen der SG Paaren eingeweiht. Die 1. Männermannschaft konnte mit folgender Aufstellung einem 3:1 Sieg (Torschützen Schulz (2), Kuhn) feiern:

Hohensee,

Krumnow G. Müller

Schindler D. Thiele Uredat

H. Müller Kuhn Mundt Schulz Wulff

Auch die anderen Mannschaften waren erfolgreich: Die z. Männer gewannen 5:2, die A-Jugend mit 3:2 und die B Jugend spielt 1:1 Unentschieden.

Die Saison verlief für die 1. Männermannschaft so wie das erste Spiel erfolgreich. Nach einem aus Sicht der gesamten Saison "schwachen" Start (7 Punkte (von 10 möglichen) aus 5 Spielen!) wurden alle Spiele gewonnen. Die Mannschaft konnte am 19. April 1953 nach einem 3:2 Sieg gegen die BSG Traktor Falkenrehde den 1. Platz in der z. Kreisklasse sichern und stieg in die 1. Kreisklasse auf 69:16 Tore (bei 25:5 Punkten).

von vorn und links:Weck, Hohensee, Kuhn;

Mammitsch, D. Thiele, Uredat, A. Hoffmann

Mundt, Schröder, H. Thiele, Siebert, Wulff

In dieser Saison konnte auch der höchste Sieg in der Vereinsgeschichte erzielt werden: 21:0 gegen Post Nauen. In dieser Saison spielten:

Hohensee, Weck, D. + H. Thiele, Mundt, Uredat, Wulff, Kuhn, Mammitsch, Krumnow, Hans, H., W. u. G. Müller, Siebert, Schröder, Schindier, A. Hoffmann

Höhepunkte in den 50er Jahren waren auch die Wanderpokal Fußballturniere mit dem Spandauer SV, Schwarz Weiß Spandau und der BSG Lok Rathenow. Leider sind Pokale, Urkunden und Wimpel von diesen Turnieren in der Nachwendezeit spurlos verschwunden.

 

Der bisher größte Erfolg der Dallgower Fußballer im Männerbereich war der Aufstieg in die Bezirksklasse 1968.



Auch die Teilnahme der Männermannschaft am Fußballturnier im Rahmen der Arbeiterfestspiele in Leipzig blieb den Teilnehmern unvergesslich.

In dieser Klasse konnte sich die Mannschaft aber nicht etablieren, es war nur ein einjähriges Gastspiel, dem der Abstieg bis in die 2. Kreisklasse folgte.

Zahlreiche Turniere z.B. in Salzwedel, Reichenbach (Sachsen), Freiberg, Tanmrode, Bredereiche waren Höhepunkte in den Folgejahren neben dem Punktspielbetrieb in der 1. bzw. 2. Kreisklasse.

Der Sportfreund Michael Werner engagierte sich langjährig als Sektionsleiter Fußball und Trainer und Betreuer der Männermannschaft.

Nach der Wiedervereinigung wurden mit einem Turnier beim VfL Wedau (in Duisburg) wieder Verbindungen in die alten Bundesländer geknüpft.

1991 konnte die 1. Männermannschaft den Wiederaufstieg in die 1. Kreisklasse feiern, aber der Abstieg erfolgte postwenden. Es dauerte bis 1998, dass der Wiederaufstieg gelang und dieser Platz konnte bisher erfolgreich gehalten werden.

Abwechslung brachten auch die 3 Reisen zu Turnieren an die Costa Brava (Spanien), die Sport und Erholung verbanden und auch zu Familienausflügen wurden.

Im Jahr 2000 wurde die Seniorenmannschaft gebildet, die sofort den Aufstieg in die Kreisliga schaffte und sich dort auch im vorderen Mittelfeld etablieren konnte.

In dieser Mannschaft sind auch noch einige Sportfreunde vertreten, die in den 70er fahren der Zeit mit der breitesten Jugendarbeit in der Geschichte unseres Vereins bereits in der SG Dallgow aktiv Fußball spielten.

Neben damals dann schon traditionellen unvergessenen Turnieren in jedem Jahr für jede Altersklasse waren Spartakiadesiege, Kreismeistertitel und gute Platzierungen in den Punktspielen und dem Aufstieg der Jugendmannschaft in die Bezirksliga Erfolge, die die Spieler aber   auch die Übungsleiter und Betreuer um die Sportfreunde L. Ladewig, H. J. Schneider, R. Lehmann, W. Hans, J. Völzke, J. Böttcher, G. Meier u.a. nicht vergessen haben. Auch die Problematik der Schiedsrichter war zu der Zeit wie auch jetzt ein Engpass, der aber mit den Sportfreunden V. Walter, J. Pohlann und D. Schöpp in der SG Dallgow 47 gut gelöst war.

Mitgliederstruktur des SV Dallgow 47

Unser Sportverein hat mit Stand vom (August 2002 350 Mitglieder in 8 Sportgruppen, von denen die Abteilung Fußball mit 153 Mitgliedern (43,7%) die mitgliederstärkste Abteilung ist.

Der Anteil der Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre beträgt 18,6% im Vergleich zu 21,7% der Sportfreunde, die über 50 Jahre alt sind.

Das sollte ein deutliches Zeichen sein, in den nächsten Jahren auch wieder verstärkt dem Jugendbereich Aufmerksamkeit zu schenken und zwar auch in Zusammenarbeit mit den Schulen in unserer Gemeinde.

116 weibliche Mitglieder (33%) zeigen, dass nicht nur für das männliche Geschlecht Sportmöglichkeiten gegeben sind.

69 % der Mitglieder kommen aus Dallgow Döberitz direkt; 9% aus Berlin, 13% aus den angrenzenden Gemeinden und weitere knapp 6 % aus den Gemeinden des Kreises Havelland. Dabei ist zu beachten, dass speziell der Bogensport einen größeren Einzugsbereich bedingt.

 

Quelle:

Info Heft 1 /2002 des SV Dallgow 47 e.V.
Bogensport Fu
ßball
Badminton Pop und Frauengymnastik

Seniorensport Tischtennis Volleyball Wandern / Touristik

Mitglied im
Landessportbund e.V. u. Kreissportbund Havelland e.V.
Fußball Landesverband Brandeburg e.V. u. Fußballkreis Havelland Mitte
Schützenverband Berlin Brandenburg u. DBSV Brandenburg e.V.

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